Puppenköpfe in der Werkstatt
Magazin Steckbrief

Junge Köpfe für Deutschland

Nr. 1: Carsten Schneider (SPD)

Häufig wird der „Generation Golf“ ihr angebliches politisches Desinteresse vorgehalten. Dem möchten wir entgegenwirken, indem wir in einer losen Reihe junge Bundestagsabgeordnete (als Altersgrenze haben wir den Jahrgang 1973 gewählt) unter dem Titel „Junge Köpfe für Deutschland“ im BENANZA BLIZZARD vorstellen. Als Erster hat uns Carsten Schneider von der SPD unseren Fragebogen ausgefüllt. Die weiteren auskunftsfreudigen Köpfe gehören Kristina Köhler (Nr. 2), Jens Spahn (Nr. 3), Dorothee Mantel (Nr. 4) und Daniel Bahr (Nr. 5)

Carsten Schneider wurde am 23. Januar 1976 in Erfurt geboren. In der laufenden Legislaturperiode steht er damit momentan auf Platz sieben der Rangliste der jüngsten Bundestagsabgeordneten. Dies ist insofern beachtlich, als dass er sich bereits in der zweiten Wahlperiode als Bundestagsabgeordneter befindet und damit quasi ein „altgedienter“ Politprofi ist.

Jüngster Abgeordneter Deutschlands

Nach Abitur, Banklehre und Zivildienst arbeitete er zunächst für kurze Zeit bei der Sparkasse Erfurt als Bankkaufmann. 1998 wurde Schneider im zarten Alter von 22 Jahren als Direktkandidat der SPD mit 36,5 % als damals jüngster Abgeordneter der Bundesrepublik in den Bundestag gewählt. 2002 verteidigte er seinen Wahlkreis in dem allgemein als schwarz geltenden Thüringen und konnte dabei seinen Erststimmenanteil gar auf 42,1 % ausbauen.

Politisch (organisiert) aktiv ist Schneider seit 1994, zunächst bei den Jusos, seit 1995 auch in der SPD selbst. Als Mitglied im renommierten Haushaltsausschusses kann er nun beweisen, dass er im Laufe seiner Ausbildung das Jonglieren von Zahlenkolonnen erlernt hat. Dort ist er für die SPD-Fraktion als Berichterstatter für den Einzelposten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung tätig. Die dazu notwendige Erfahrung eignet er sich auch als stellvertretendes Mitglied im Bildungs- und Forschungsausschuss an. Des Weiteren ist er Sprecher der insgesamt neun Abgeordnete umfassenden Landesgruppe Thüringen in der SPD-Fraktion.

In seinem Wahlkreis engagiert sich Schneider als Vorsitzender der Vereine Erfurt rennt und SSV Erfurt Nord. Sein Faible für Leibesertüchtigungen wird schließlich auch durch sein Engagement als Stürmer des FC Bundestag (zuletzt 7-1 Sieger gegen die Mannschaft des ARD-Hauptstadtstudios) unterstrichen.

Fünf Fragen an Carsten Schneider

Mein erster Tag als Abgeordneter im Bundestag war… abenteuerlich und stressig.

Ich verstehe mich als Interessenvertreter von… Erfurtern und Thüringern und als Vertreter meiner Generation.

Wenn ich in der Opposition wäre, würde ich… mich ärgern, dass meine Vorschläge immer abgelehnt werden.

„Die Renten sind sicher“… wenn wir den Mut haben, sie heute zu reformieren, und zusätzlich mehr in die Zukunft, also in Bildung und Forschung, investieren.

Das Schönste am Abgeordnetenleben ist für mich… die Freiheit mich zu Wort melden zu können, Missstände anzuprangern und Veränderungsprozesse zu initiieren.

Hinweis: Dieser Beitrag erschien erstmals am 12. Dezember 2003 auf www.benanza.de und basiert inhaltlich auf dem damaligen Stand. Aus „nostalgischen“ Gründen haben wir ihn als „Benanza Classic“ noch einmal unverändert veröffentlicht.

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