Puppenköpfe in der Werkstatt
Magazin Steckbrief

Junge Köpfe für Deutschland

Nr. 2: Kristina Köhler (CDU)

Bei unserer kleinen Fragenbogenreihe hat sich diesmal die Wiesbadener CDU-Abgeordnete unseren Fragen gestellt. Kristina Köhler ist derzeitig die viertjüngste Bundestagsabgeordnete. Obgleich die attraktive Wiesbadenerin in ihrem Wahlkreis (den sie von der ehemaligen Frauenministerin Hannelore Rönsch für die Union „geerbt“ hatte) der Bundesministerin Wieczorek-Zeul unterlag, konnte sie über die hessische Landesliste 2002 im Alter von 25 Jahren erstmals in den Bundestag einziehen.

Politische Laufbahn

Im Zuge der Deutschen Einheit begann sich Frau Köhler für Politik zu interessieren und begeistern und trat 1991 der Junge Union und 1994 der CDU bei. In beiden Organisationen bekleidete sie diverse Ämter. Von 1997 bis 2003 war sie in Wiesbaden Stadtverordnete. Nach dem Abitur 1997 nahm sie in Mainz ein Studium der Soziologie, der Mittleren und Neuen Geschichte,der Philosophie sowie der Politikwissenschaften auf, welches sie Anfang 2002 als Diplom-Soziologin abschloss. Während dieser Zeit war sie auch Mitarbeiterin der hessischen Landtagsabgeordneten Zeimetz-Lorz.

Ihre politischen Prioritäten sieht sie insbesondere in der Umwelt- und Jugendpolitik. So ist sie Mitglied im Ausschuss für Familie, Frauen und Jugend und sieht sich dabei als Ansprechpartnerin für Jugendverbände. Berührungsängste mit dem politischen Gegner hat sie nicht: so erfreute sie sich nach ihrer Jungfernrede vor dem Plenum der Gratulation von Bundesumweltminister Trittin. Dass Freundin Birte, obwohl diese grün wählt, auf Köhlers Homepage Platz findet, beweist die Fähigkeit der Trennung zwischen Politischem und Privatem.

Fünf Fragen an Kristina Köhler

Mein erster Tag als Abgeordneter im Bundestag war… völlig unpolitisch: Ich war damit beschäftigt, zusammen mit meinen Mitarbeitern mein Büro einzurichten und die nötige Büroausstattung zu organisieren.

Ich verstehe mich als Interessenvertreter von… Ich verstehe mich nicht als Vertreterin von Partikularinteressen. Meine Aufgabe sehe ich darin, bei politischen Entscheidungen die Stimme aller Betroffenen zu hören und mir unter Abwägung verschiedener Einzelinteressen eine eigene Meinung zu bilden.

Wenn ich auf der Regierungsbank säße, würde ich… vor allem darauf drängen, dass unsere sozialen Sicherungssysteme grundlegend reformiert werden, um die Abgabenbelastung zu senken und so die Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen.

„Die Renten sind sicher“… ist ein Satz, der die demographische Entwicklung ausblendet und uns bei der Reform der sozialen Sicherungssysteme wertvolle Zeit gestohlen hat.

Das Schönste am Abgeordnetenleben ist für mich… dass man erleben kann, dass sich durch die eigene Arbeit für Menschen etwas zum Positiven verändert.

Hinweis: Dieser Beitrag erschien erstmals am 14. Januar 2004 auf www.benanza.de und basiert inhaltlich auf dem damaligen Stand. Aus „nostalgischen“ Gründen haben wir ihn als „Benanza Classic“ noch einmal unverändert veröffentlicht.

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