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Schlüsselspiel im Osten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rainald Benzler   
Montag, 30. März 2009 um 21:42 Uhr
Cottbus vs. FC (Bild: Benanza Pix / Rainald Benzler)Mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket in der Tasche und einem noch auf die Schnelle im Bahnhof Friedrichstraße erstandenen Sixpack Becks ging es morgens aus der Hauptstadt per Reginalexpress tief in den Osten. Bei frühlingshaften Temperaturen lud die Lausitzmetropole Cottbus ein, den FC aus Köln bei seiner Auswärtsaufgabe zu unterstützen.

In Cottbus am Hauptbahnhof angekommen, stellten wir etwas irritiert fest, dass dieser außerhalb der Stadtmauern lag. Entschädigt wurden wir dafür mit dem Anblick des FC-Mannschaftsbusses, der vor dem Hotel der Geißböcke wartete. Nach einem Bummel durch die wenig spekatkuläre Innenstadt kehrten wir schließlich in die Bäckerbörse ein, die mit akutem Preisdumping lockte. Der Laden war ein Fall für Rach den Restauranttester: das Essen hart an der Grenze zur Lebensmittelvergiftung, das Bier gab es nur aus der Flasche und die Bedienung war restlos überfordert.

Cottbus vs. FC (Bild: Benanza Pix / Rainald Benzler)So gestärkt, ging es nun über Die Straße der Jugend in Das Stadion der Freundschaft. Auch 20 Jahre nach der Wende ist unschwer zu merken, dass Cottbus die einzige Ostmannschaft in der Bundesliga ist. Benanntes Stadion ist reichlich unspektakulär, genügt aber leidlich den Ansprüchen der Gastgeber. Schon bei gut 15.000 Besuchern ist das Stadion gut gefüllt. Die gebuchten Tribünenplätze für schlappe 18 Euro versprachen auf Höhe der Mittellinie gute Sicht auf das Spielfeld.

Cottbus vs. FC (Bild: Benanza Pix / Rainald Benzler)Leider war dann das Spiel äußerst mau. Not gegen Elend in der ersten Halbzeit, einziger Lichtblick beim FC war wieder der äußerst souveräne Pedro Geromel. Nach einem grenzwertigen Halbzeitspiel (drei Cottbus-Fans mühten sich vergeblich beim Versuch, eine aus dem Tropical-Island rangekarrte Palme aus 20 Metern von der Torlinie zu schießen) und der wundersamen Erkenntnis, dass Kevin McKenna - in Cottbus seit seinem Weggang 2007 persona non grata - noch immer auf den Bierbechern prangt, ging es in die zweite Hälfte. Nach zwei schnellen Novagols  per Abstauber und nicht gerade zwingendem Elfmeter schaukelten die Kölner das Spiel ohne große Gefahr problemlos nach Hause. Leider teilten nicht alle Stadionbesucher unsere Freude: ein dem Äußeren nach eher dem rechten Lager angehöriger Mitbürger drohte uns unverholen körperliche Gewalt an. Der sich in unmittelbarer Nähe befindliche Ordner zeigte keine Zivilcourage; vielmehr steckte er sich schulterzuckend eine Kippe an. Nach Spielende bestaunten wir noch Mondragons Tanzeinlage vor dem Kölner Anhang, um möglichst schnell und unversehrt wieder Berlin anzusteuern. Fazit: Dank der drei Punkte ein gelungener Ausflug in die Lausitz.

Energie Cottbus vs. 1. FC Köln [0 - 2]
21. März 2009, Stadion der Freundschaft, 15.650 Zuschauer

Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. März 2009 um 22:09 Uhr
 

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